Abstimmung am 11. März 2012 | ||||
Argumente | ||||
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Das steuerbefreite Bausparen kommt den Reichen zu Gute, hilft aber weniger Begüterten nicht, Wohneigentum zu kaufen. | ||||
Ungerecht | ||||
Der Besitz von Wohneigentum wird bereits heute steuerlich begünstigt. Weitere Steuervergünstigungen sind für all jene ungerecht, die kein Wohneigentum kaufen können oder wollen. | ||||
Ineffizient | ||||
Das steuerbefreite Sparen für energetische Sanierungen bringt neben Steuerausfällen nichts. Gezielte Förderbeiträge für konkrete Massnahmen helfen der Umwelt viel mehr. | ||||
Kompliziert | ||||
Das Steuersystem ist bereits kompliziert. Mit neuen Varianten wird alles noch verwirrender. | ||||
Intransparent | ||||
Die Steuerabzüge sind für die öffentliche Hand kaum kalkulierbar, der politische Budgetprozess hat keinen Einfluss mehr darauf und es kann nicht mehr gesteuert werden, dass diejenigen profitieren, welche eine Förderung nötig haben. | ||||
Kostspielig | ||||
Das Bausparen führt zu weiteren Steuerausfällen. Berappen dürfen sie all jene, die nicht von einem Kauf eines Eigenheims profitieren können. | ||||
Die Falschen gefördert | ||||
Die Steuerabzüge fehlen für sinnvolle Projekte, wie z.B. die Förderung des genossenschaftlichen Wohneigentums. Als Genossenschafter ist man halb Eigentümer und halb Mieter, hat ein Mitspracherecht und einen weitgehenden Kündigungsschutz. Genossenschafter zu werden können sich Leute mit mittlerem oder tiefem Einkommen leisten. Die Förderung käme denen zugute, die es tatsächlich nötig haben. | ||||
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Schön wärs. Die Bausparinitiativen verhelfen Personen mit hohem Einkommen, ihre Steuern zu miniminieren. Wer sich aber kein Wohneigentum leisten kann, wird dies auch mit dem Bausparen nicht tun können. Denn das neue Steuerprivileg hilft niemandem, das nötige Eigenkapital für eine Wohnung zusammensparen zu können. | ||||
Das Bausparen ist nötig, um dem verfassungsmässigen Auftrag der Wohneigentumsförderung nachzukommen. | ||||
Der Erwerb von Wohneigentum wird bereits heute massiv gefördert. Gelder der zweiten und dritten Säule können für den Erwerb von Wohneigentum eingesetzt werden, und wer Wohneigentum erworben hat, wird steuerlich bevorteilt, mit tiefen Eigenmietwerten und vielen Abzugsmöglichkeiten. Auf Bundesebene führt dies jährlich zu Steuerausfällen von 450 Millionen Franken, bei Kantonen und Gemeinden betragen die Ausfälle ein Mehrfaches davon. | ||||
Mit dem Bausparen wird die Wirtschaft angekurbelt. | ||||
Das Gegenteil ist der Fall. Studien zeigen auf, dass das Bausparen negative Auswirkungen auf die Wirtschaft und das Wachstum hat. | ||||
Die Wohneigentumsquote kann mit dem Bausparen erhöht werden. | ||||
Die Wohneigentumsquote ist in den letzten 20 Jahren massiv angestiegen. Dafür verantwortlich sind die tiefen Zinsen, die vorhandenen Vermögen und die Etablierung des Stockwerkeigentums. Im Kanton Baselland, wo das Bausparen seit über 20 Jahren bekannt ist, ist die Wohneigentumsquote nicht überdurchschnittlich angestiegen. | ||||
Die Schweiz braucht eine höhere Wohneigentumsquote. | ||||
Viele wünschen sich ein eigenes Heim, es schafft Sicherheit vor Kündigungen und bietet mehr Gestaltungsmöglichkeiten als eine Mietwohnung. Volkswirtschaftlich ist aber Wohneigentum nicht sinnvoller als Miete – dies zeigt ein Blick ins Ausland: Ausgerechnet die ärmsten Länder Europas verfügen über die höchste Wohneigentumsquote. | ||||
Eigentum schafft Verantwortung und Eigentümer engagieren sich eher in einem Dorf. | ||||
Bitte keine Zweiklassengesellschaft! Auch Mieterinnen und Mieter sind aktiv und gestalten ihre Umgebung mit. Ob sich jemand engagiert, hängt nicht vom Wohneigentum ab, sondern von der Wohndauer oder auch von der Lebensphase. | ||||
Weitere Argumente auf: www.bausparen-nein.ch | ||||
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